Jan Klein adoptiert

Adoptions -/Pflegefamilie

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So wird man Pflegeeltern

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Vorbereitung, Überprüfung

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Informationsabend

Informationsabend, Vorbereitungsseminar und „Familienzeit“

 

Beim Informationsabend erhalten Sie einen ersten Überblick zu wichtigen Themenbereichen. Dazu gehören u. a.: Ursachen einer Unterbringung in einer Pflegefamilie, spezielle Anforderungen an Pflegeeltern, Kontakte zur Herkunftsfamilie, der rechtliche Rahmen und der Bewerbungs- und Vermittlungsweg.

Im Anschluss daran können Sie an einem Vorbereitungsseminarteilnehmen. Dieses Seminar bietet Ihnen eine gute Grundlage für Ihre Entscheidung zur Aufnahme eines Pflegekindes. Sie erhalten Informationen zu Themenbereichen, die im Alltag einer Pflegefamilie wichtig sind. Durch Gespräche, Gruppenarbeit, Rollenspiele u.a. haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihren Wünschen, Befürchtungen, Fähigkeiten und Grenzen auseinanderzusetzen. Während dieses Seminars erhalten Sie viele Fachinformationen und können sich gemeinsam mit den anderen Teilnehmer/- innen intensiv mit verschiedenen Aspekten Ihrer zukünftigen Aufgabe auseinandersetzen.

Bei beiden Veranstaltungen berichten Pflegeeltern über ihre Erfahrungen aus der Praxis und steht den gesamten Zeitraum für Ihre Fragen zur Verfügung.

Eine weitere Veranstaltung zur Vorbereitung speziell für Familien, die bereits eigene Kinder haben, ist die „Familienzeit“. Dabei nehmen wir die leiblichen Kinder in den potentiellen Pflegefamilien mehr in den Blick, beziehen sie aktiv in den Vorbereitungsprozess ein und sensibilisieren sie für die bevorstehenden Veränderungen in ihren Familien. Wenn die Bewerber*innen unseren Infoabend und das ganztägige Vorbereitungsseminar besucht haben, können sie, gemeinsam mit ihren Kindern zu einem dreistündigen Familienseminar in unsere Beratungsstelle kommen. Bei Interesse daran melden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail bei uns. Die „Famileinzeit“ findet mehrmals jährlich statt.

Quelle: Pflegekinder Berlin

Überprüfungsprozess

Überprüfungsprozess

Während des Überprüfungsprozesses finden mehrere Gespräche statt, eins davon bei Ihnen zu Hause. Zwischen den Gesprächen müssen Sie manchmal eine Aufgabe erledigen und sich Gedanken zu einzelnen Themen und Fragestellungen machen. Zusätzlich müssen Sie ein Gesundheitsattest, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und ggf. Ihren Einkommensnachweis einreichen.

Für die zuständigen Fachkräfte ist es wichtig, dass Sie sich während dieser Gespräche gut kennenlernen und ein Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen können. Nur so können sie am Ende des Prozesses gemeinsam entscheiden, für welche Kinder Sie die passende Pflegefamilie sein könnten. Die Fachkräfte helfen bei der späteren Auswahl des Kindes – und stehen beratend zur Seite.

Dieses genaue Hinsehen und Prüfen ist sowohl für die Fachkräfte, als auch für Sie wichtig und notwendig, um Ihre Familie vor unnötigen Belastungen zu bewahren, aber vor allen Dingen, um einem Pflegekind einen erneuten Abbruch einer Beziehung zu ersparen.

Wenn die Mitarbeiter/-innen der freien Jugendhilfeträger oder der Jugendämter Sie am Ende dieses Prozesses für geeignet halten, ein Pflegekind in Ihrer Familie aufzunehmen, werden Sie als Pflegeeltern-Bewerber vorgemerkt. Die letztendliche Entscheidung trifft immer das Jugendamt.
 

Quelle: Pflegekinder Berlin 

Grundqualifizierung

Grundqualifizierung

Alle Pflegeeltern in Berlin müssen nach dem Überprüfungsprozess eine Grundqualifizierung von 75 Stunden durchlaufen. Durch diese Grundqualifizierung erhalten Sie das Basiswissen, das Sie für Ihre Aufgabe brauchen und haben gleichzeitig die Gelegenheit zum moderierten Erfahrungsaustausch mit anderen Pflegeeltern. Die Grundqualifizierung endet mit einem Kolloquium. Sie können aber schon vor dem Abschluss ein Pflegekind aufnehmen. Alle Absolventen erhalten eine schriftliche Bestätigung über die erfolgreiche Teilnahme an dieser Qualifizierungsmaßnahme. Während des Überprüfungsprozesses erfahren Sie alles über den Ablauf der Grundqualifizierung, und wann und wo Sie damit beginnen können.
 

Quelle: Pflegekinder Berlin

 

Die Vermittlung

Die Vermittlung des Pflegekindes
an die Pflegeeltern.

Manchmal dauert es nur wenige Wochen, manchmal aber auch Monate bis Sie der ersehnte Anruf erreicht:

„Wir suchen für ein Kind Pflegeeltern und Sie könnten die richtigen sein.“

Diesem Anruf gehen viele Schritte voraus. Sobald mit den Eltern geklärt ist, dass die Unterbringung in einer Pflegefamilie die geeignete Hilfe ist, beauftragt der/die Sozialarbeiter/-in des hilfeplanenden Dienstes die Fachstellen des freien Jugendhilfeträgers oder des Jugendamtes mit der Suche nach einer geeigneten Pflegestelle.

Damit die Mitarbeiter/-innen der Fachstellen eine passende und geeignete Pflegefamilie auswählen können, erfragen sie alle zur Verfügung stehenden Informationen über das Kind, seine derzeitige Lebenssituation und die Vorstellungen seiner Eltern zur Unterbringung. Bei einer langfristigen Unterbringung lernen die Mitarbeiter/-innen das Kind immer persönlich kennen.

Bei allen langfristig angelegten Pflegeverhältnissen ist es sehr wichtig, dass das Kind und die Pflegefamilie nicht nur kurzfristig gut zusammenpassen. Entscheidend für die Auswahl sind die Vorstellungen der Pflegeeltern und die individuelle Bedürfnislage des Pflegekindes. Denn nur wenn Eltern und Pflegekind  zusammenpassen, kann eine langfristige und gute Unterbringung gewährleistet werden.

Ist eine Unterbringung auf Grund einer akuten Familienkrise notwendig, besteht Handlungsbedarf: Das Pflegekind muss meistens so schnell wie möglich in einer Pflegefamilie untergebracht werden. Pflegeeltern, die befristet Pflegekinder aufnehmen, erhalten die wichtigsten Informationen und müssen sich schnell entscheiden, ob sie dieses Kind jetzt aufnehmen können oder nicht.
 

Quelle: Pflegekinder Berlin

Info. über das Kind

Informationen über das Kind.

Als Pflegeeltern-Bewerber für ein langfristiges Pflegeverhältnis erhalten Sie meistens ein Foto und alle Informationen über das Pflegekind und seine Familie, die inzwischen zur Verfügung stehen z. B.:
  • Grund für die In-Pflegegabe,
  • Entwicklungsstand,
  • Behinderungen und Krankheiten,
  • geplante Kontakte zu den Eltern,
  • bisherige Wechsel von Bezugspersonen und Aufenthaltsorten,
  • Beziehungen zu Verwandten und anderen Personen,
  • wichtige Ereignisse und Erlebnisse.

Quelle: Pflegekinder Berlin

Kennenlernen der Eltern

Kennen lernen der Eltern und das erste Treffen mit dem Kind.

Wenn Sie Interesse an der Aufnahme dieses Kindes haben, lernen Sie, wann immer es möglich ist, zuerst die Eltern kennen. Eltern und Pflegeeltern müssen prüfen, ob eine Grundlage für eine Zusammenarbeit gegeben ist. Wenn dies so ist, findet das erste Treffen mit dem Kind statt. An diesem Punkt stehen Sie vor der wichtigen Entscheidung, ob Sie sich vorstellen können, mit diesem Kind zusammenzuleben. Sie müssen sorgfältig prüfen, ob Ihre Familie den besonderen Bedürfnissen des Kindes gerecht werden kann und ob die Situation des Pflegekindes mit Ihren Erwartungen vereinbar ist:

  • Können wir mit den Eltern dieses Kindes zusammenarbeiten?
  • Passt gerade dieses Kind mit seinen Erfahrungen, Verhaltensweisen, Wünschen und Erwartungen in unsere Familie oder zu mir?
  • Passt dieses Kind vom Alter und seiner Entwicklung zu unseren eigenen Kindern, oder werden sich diese durch den „Konkurrenten“ bedroht fühlen?
  • Sind wir uns sympathisch?

Sie sollten aber keinesfalls zusagen, wenn Sie noch Bedenken haben. Denn auch diese Phase dient noch der Entscheidungsfindung, in der alle Beteiligten von der Vermittlung zurücktreten können. Bei Fragen, Bedenken und Unklarheiten, stehen Ihnen die Mitarbeiter/-innen der vermittelnden Dienste als Ansprechpartner/-innen zur Verfügung.

Quelle: Pflegekinder Berlin

Die Hilfeplankonferenz

Die Hilfeplankonferenz

In einer Hilfeplanungskonferenz werden dann Vereinbarungen über die Ausgestaltung des Pflegeverhältnisses besprochen, z. B.: Perspektive, Erziehungsziele und Besuchskontakte. Anschließend wird der Pflegevertrag abgeschlossen.
Wenn das Pflegekind in die Familie kommt, sollten Sie darauf achten, dass Sie wichtige Papiere erhalten, zum Beispiel:

  • Ausweis,
  • Impfbuch,
  • Vorsorgeheft,
  • Zeugnisse und
  • Krankenversicherungsunterlagen

Quelle: Pflegekinder Berlin

 

Beratung & Unterstützung

Beratung und Unterstützung 
der Pflegeeltern

Pflegeeltern müssen ihre Probleme nicht alleine lösen. Auch nach der Aufnahme eines Pflegekindes haben Sie Anspruch auf Beratung und werden durch die BeraterInnen eines freien oder öffentlichen Trägers unterstützt. Dadurch haben Sie als Pflegeeltern feste Ansprechpartner für Fragen, die das Pflegekind und das Pflegeverhältnis betreffen und konkrete Unterstützung, z. B. bei der Zusammenarbeit mit den Eltern Ihres Pflegekindes und in Krisen- und Konfliktsituationen.

Mit den BeraterInnen können Sie sich auch auf die regelmäßig stattfindenden Hilfeplanungskonferenzen vorbereiten und den von Ihnen zu erstellenden Entwicklungsbericht durchsprechen.

Denken Sie daran, je mehr die BeraterInnen mit der aktuellen Situation Ihrer Pflegefamilie vertraut sind, umso schneller können sie Sie in Krisensituationen hilfreich unterstützen.

Quelle: Pflegekinder Berlin

Weitere Qualifizierungen

Weitere Qualifizierungen und Fortbildungen

Sie haben auch nach der Grundqualifizierung die Möglichkeit in Pflegeelterngruppen und Fortbildungen Ihr Fachwissen zu erweitern und sich im Erfahrungsaustausch mit Dozenten und anderen Pflegeeltern neue Impulse und Anregungen für Ihren Pflegefamilienalltag zu holen. Das gemeinsame Lernen und der regelmäßige Austausch mit anderen Pflegeeltern schärft den Blick für viele positive Entwicklungen und Fortschritte in Ihrem lebendigen Familien-Alltag.

Über die Angebote in Ihrem Bezirk können Sie sich bei Ihrer Beraterin bzw. Ihrem Berater informieren.

Wenn Sie trotz Ihrer Kompetenz mit Ihren Bemühungen an Grenzen stoßen, gibt es für Pflegekinder und Pflegeeltern weitere Unterstützungsmöglichkeiten. Welche Unterstützung wann sinnvoll ist, wird in einer Hilfeplanungskonferenz besprochen und festgelegt.

 

Quelle: Pflegekinder Berlin
 

Finanzielle Leistungen

Finanzielle Leistungen
und Versicherungen

Pflegeeltern in Berlin erhalten vom Jugendamt unabhängig von der Höhe ihres Einkommens monatlich

  • eine Pauschale für den Lebensunterhalt des Kindes,
  • eine Abgeltung der Erziehungsleistung und
  • einen pauschalen Festbetrag für weitere Leistungen

Die Pauschale für den Lebensunterhalt des Kindeserhalten Sie für Aufwendungen, die Ihr Pflegekind direkt betreffen, also für Nahrung, Kleidung, Miete, Strom, Heizung, Schulmaterialien, Taschengeld, Spielzeug usw. Sie richtet sich nach dem Alter des Kindes.

Die Abgeltung der Erziehungsleistung erhalten Sie für Ihre pädagogischen Bemühungen. Bei Vollzeitpflege mit erweitertem Förderbedarf und befristeter Vollzeitpflege erhöht sich die Abgeltung der Erziehungsleistung.

Zusätzlich erhalten Sie noch Beihilfen durch eine monatliche Pauschale, die Leistungen für sonstige persönliche Ausstattungen und Schulfahrten sowie den Reisekostenzuschuss und die Weihnachtsbeihilfe abdeckt.

Darüber hinaus können Pflegeeltern einen Antrag auf weitere Beihilfen bspw. für Erstausstattung, Bekleidung, Mobiliar, Einschulung, Taufe, Konfirmation u.a. Stellen.

 

Quelle: Pflegekinder Berlin

Kindergeld, Steuerkarte

Kindergeld, Steuerkarte, usw …

Wenn Ihr Pflegekind dauerhaft bei Ihnen lebt, haben Sie Anspruch auf Kindergeld. Das Kindergeld wird anteilig auf das Pflegegeld angerechnet. Ist das Pflegekind das älteste Kind in der Pflegefamilie (unabhängig davon, ob leibliche Kinder, andere Pflege- oder Adoptivkinder in der Familie leben) so wird ein Betrag in Höhe der Hälfte des Kindergeldes, das für ein erstes Kind gezahlt wird, vom Pflegegeld abgezogen. Ist das Pflegekind nicht das älteste Kind in der Pflegefamilie, so wird ein Betrag in Höhe eines Viertels des Kindergeldes, das für ein erstes Kind gezahlt wird, vom Pflegegeld abgezogen.

Wenn das Pflegekind dauerhaft bei Ihnen lebt, kann es auch auf der Steuerkarte berücksichtigt werden. Dies muss jährlich bis zum 30.11. des laufenden Jahres beim Finanzamt eingetragen werden.

Auf Antrag werden Ihnen die Beiträge zu einer Unfallversicherung und die Hälfte der nachgewiesenen Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung erstattet.

Als Pflegeeltern haben Sie auch Anspruch auf Elternzeit. Diese kann ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Pflegekindes bis zu einer Dauer von drei Jahren in Anspruch genommen werden, längstens aber bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Pflegekindes.

Erziehungsgeld bzw. Elterngeld (Leistungen nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz bzw. dem Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit) erhalten Pflegeeltern jedoch nicht.

Quelle: Pflegekinder Berlin

Kranken & Haftpflichtvers

Kranken- und Haftpflichtversicherung

Pflegekinder sind entweder über ihre Eltern krankenversichert oder sie werden in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung ihrer Pflegeeltern mitversichert. Wenn Sie nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung sind, müssen Sie mit dem Jugendamt klären, wie die Krankenversicherung des Pflegekindes geregelt wird. Das Jugendamt kann in bestimmten Fällen die Beiträge für eine freiwillige Krankenversicherung übernehmen, soweit sie angemessen sind (§ 40 SGB VIII).

Üblicherweise sind Pflegekinder in der Familienhaftpflichtversicherung der Pflegeeltern eingeschlossen. Hier sind die Ansprüche Dritter versichert, nicht jedoch die Ansprüche von Pflegekindern gegenüber ihren Pflegeeltern und umgekehrt. Besonders wichtig ist, dass Sie eine Versicherung abschließen, die dann eintritt, wenn das Pflegekind gegenüber Ihnen Schadenersatzansprüche geltend machen kann (z. B. das Pflegekind wird durch unachtsames Hantieren beim Kochen schwer verbrüht).

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. bietet seinen Mitgliedern eine Sammelhaftpflichtversicherung an, in der auch die gegenseitigen Ansprüche von Pflegekind und Pflegeeltern sowie weiterer Haushaltsangehöriger versichert sind.
Es ist hierbei zu beachten, dass vorsätzlich herbeigeführte Schäden und Schäden, die Dritten oder den Pflegeeltern von unter siebenjährigen Pflegekindern oder geistig behinderten Pflegekindern zugefügt werden, nicht versichert sind. Kinder, die das siebente Lebensjahr noch nicht vollendet haben und geistig behinderte Kinder sind gesetzlich für angerichtete Schäden nicht verantwortlich. Möglicherweise kommt hier jedoch eine Haftung der Pflegeeltern aufgrund einer Aufsichtspflichtverletzung in Betracht.

 

Quelle: Pflegekinder Berlin

Unterschiedliche  Pflege

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Kennenlern- und Anbahnung

Kennenlern- und Anbahnungsphase

Wenn sich alle Beteiligten für die Aufnahme des Kindes in die Pflegefamilie entschieden haben, wird überlegt, wie man den Übergang in die neue Pflegefamilie am besten gestaltet. Meistens dauert diese „Kennenlern- und Anbahnungsphase“ mehrere Wochen, in denen viele Treffen zwischen Ihnen und dem Kind stattfinden werden. Schließlich müssen Sie sich ja erst gegenseitig kennenlernen und aneinander gewöhnen. Letztlich sind das Alter und die Situation des Kindes ausschlaggebend, wie lange diese Phase dauern wird.

 

Quelle: Pflegekinder Berlin

Kurzzeit-Pflegekinder

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